Pressemitteilung 2.Mai

Erfurt genehmigt als bundesweit erste Kommune rechten Hooligan-Aufmarsch
Nach den Ausschreitungen von Hooligans bei einem Aufmarsch im Oktober 2014 in Köln kann sich die Stadt Erfurt mit der fragwürdigen Auszeichnung rühmen, gewaltbereiten rechten Hooligans als bundesweit erste Kommune einen Aufmarsch zu genehmigen. Der Aufzug mit erwarteten 600 Teilnehmer_innen beginnt mit einer Kundgebung um 14.00 Uhr am Domplatz und zieht über das Lauentor, Cusanus- und Maximilian-Welsch-Straße, das Theater und die Domstraße zurück zum Auftaktort. Insgesamt können die rechten Hooligans um den Anmelder „Gemeinsam Stark Deutschland“ (GSD) vier Stunden lang ihre rassistische Propaganda in Erfurt verbreiten. Andere Kommunen wie Essen, Hannover, Ludwigshafen und Wuppertal hatten aus den Ausschreitungen in Köln die Konsequenzen gezogen und lediglich Kundgebungen der rechten Hools genehmigt, die dann teils aufgelöst wurden. Dass die Gewaltbereitschaft der Hooligans furchtbare Folgen haben kann, zeigen Erfahrungen aus Wuppertal, wo drei Männer einen 53-jährigen unter „Hogesa“-Sprüchen mit Messerstichen lebensgefährlich verletzt haben, so dass er noch immer im künstlichen Koma liegt. Ungeachtet dessen frohlockt der Verein GSD mit vielen Hogesa-Kadern im Vorstand vor seinem Aufmarsch in Erfurt: „Diesmal werden wir auf jeden Fall unseren Spaziergang machen können der auch genehmigt ist“. Das Verhalten der Stadt kommt einer Einladung an gewalttätige Hooligans und Neonazis gleich und wird sie nur ermutigen, auch künftig Veranstaltungen in Erfurt durchzuführen. Das Bündnis „Platzverweis für rechte Hooligans“ hält an seinen Protesten am Samstag fest und lädt alle Engagierten zur Teilnahme ein. Neben den Kundgebungen auf der Nord- und Südseite des Erfurter Bahnhofs ab 11.00 Uhr gibt es weitere Proteste am Rande der Hooligan-Route wie am Theater- und Gutenbergplatz.
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