Sitzblockaden zwingt die NPD zur Verkürzung der Route // 1.Mai

Mehrere Sitzblockaden auf Höhe des Leipziger Platzes führten am heutigen 1.Mai in Erfurt dazu, dass die NPD, die vom Oberverwaltungs-Gericht genehmigte Aufmarschroute nicht komplett ablaufen konnten.
Obwohl es ausreichend Gründe gegeben hätte, den Aufmarsch zu verbieten:
Bereits beim Zubringen der Neo-Nazis zu ihrem Startpunkt über die Schillerstraße wurden vermehrt „Hitlergrüße“ vor den Augen der Polizeikräfte in Richtung antifaschistischen Gegenprotest gezeigt. Auch die alten Probleme der Nazis, ausreichend Ordner*innen zu stellen, welche keine Vorstrafe haben – oder allein der Umstand, dass in Weimar eine 1.Mai-Feierlichkeit von Gewerkschaften und Parteien von Neo-Nazis angegriffen und mehrere Menschen verletzt wurden – oder aber auch der gewaltbereite Mob, welcher in Saalfeld seinen Aufmarsch formierte, trugen nicht zur neuen Gefahreneinschätzung, neuer Polizei-Taktik und somit zum Verbot bei.

Dennoch habt ihr es geschafft, und der NPD (die so schon kurze Route) noch mehr zu verkürzt. Und das an einer Stelle, bei der massiv gegittert und zahlreiche Einsatzkräfte waren.

Wir bedanken uns bei allen, die heute gegen Neo-Nazis auf der Straße waren egal ob in Erfurt, Saalfeld oder sonst wo und hoffen ihr habt einen schönen Abend, der euch ausreichend Ruhe für den morgigen Tag bringt.

Besonders senden wir solidarische Grüße nach Weimar, und Saalfeld